Donnerstag, 7. Januar 2010

Erlebniswelt Bier - Bierblog

Neun Jahre nach dem Tod des Künstlers bezieht eine fränkische Brauerei ihren Hundertwasser-Turm
VON DANKWART GURATZSCH

Es ist ein Zusammentreffen, das keiner vorausplanen konnte: Fast zeitgleich mit dem Turmbau in Dubai feiert auch ein Turm in Deutschland Premiere: der Hundertwasserturm von Abensberg. Und wie der eine das höchste je von Menschen errichtete Bauwerk darstellt, so der andere eins der skurrilsten. Denn sein Schöpfer, der vor neun Jahren verstorbene Österreicher Friedrich Stowasser (der sich den Künstlernamen Friedensreich Hundertwasser gab), wollte so wie der Amerikaner Adrian Smith im Wüstenstaat auch in der niederbayerischen Gemeinde etwas Niedagewesenes schaffen: nicht ein Monument der Künstlichkeit, sondern einen Hybrid aus Baukunst und Natur.
Der Turm als Bauteil ist ein Leitmotiv im Werk des Österreichers, bekrönt mit der für Hundertwasser typischen zwiebelförmigen Haube ziert er Schulen, Thermen, Heizkraftwerke, Kindergärten und Wohnhäuser. Im tausend Jahre alten Abensberg mitten im fränkischen Hopfenland ist ihm die Sonderrolle eines Monolithen zugewiesen. Bauherr Leonard Salleck (65), Geschäftsführer der 700 Jahre alten Weißbierbrauerei Kuchlbauer, erhofft sich einen durchschlagenden Marketingeffekt für sein Bier. Und deshalb fängt er mit den Besucherführungen schon heute an, obwohl die Eröffnung erst im März gefeiert werden soll.

Ohne Salleck wäre das Bauwerk nie zustandegekommen. Erst musste er Hundertwasser überzeugen, dann die Planungen über dessen Tod hinaus weiterführen, dann zugunsten der 1380 erbauten, 56 Meter hohen Pfarrkirche die Höhe von 70 auf 34,19 Meter kappen, dann die Überschreitung der veranschlagten Bauzeit um mehr als das Doppelte überstehen. Was den Kunstfreund dennoch bei Laune hielt, war der Ehrgeiz, mit dem Hundertwasserbau den "letzten Baustein für das begehbare Gesamtkunstwerk" seiner Brauerei und "eine Art Wahrzeichen" zu setzen. Via: www.welt.de

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